9. April 2019 Timo Lutz

Was tun nach der Ausbildung zum Fotografen?

Nach der Ausbildung zum Fotografen stellt sich oft unmittelbar die Frage, wie geht es jetzt weiter?

Klassische Möglichkeiten wären:

  • Man wird von dem Ausbildungsbetrieb übernommen
  • Man bewirbt sich in einem Fotostudio und arbeitet dort als Fotografengeselle
  • Man wagt den Sprung direkt in die Selbstständigkeit
  • Oder man bildet und qualifiziert sich weiter z.B. zum Fotografenmeister

Wenn man noch die gleiche Leidenschaft, wie vor der Ausbildung für die Fotografie verspürt, dann will man doch weiter machen. Sich weiterbilden, mehr lernen und besser werden.
So erging es mir zumindest und für mich war schnell klar, dass ich nach meiner Ausbildung den Meister in Kiel machen wollte.

Das Photo und Medienforum Kiel

Das Photo und Medienforum Kiel ist für einige Fotografen ein Begriff.
Durch die überbetriebliche Ausbildung haben viele Fotografen das Photo und Medienforum in Kiel kennengelernt.

Auch ich war dort und habe schnell festgestellt: Hier sind Gleichgesinnte, hier sind Leute , die Ahnung haben, vernetzt sind, ihr Wissen teilen wollen und mit Begeisterung für die Fotografie leben. Und dort ist einer der wenigen Standorte innerhalb Deutschlands, an dem man den Meistervorbereitungskurs absolvieren kann.

Um mehr zu dem Kurs zu erfahren:

Hier findest du nun alle Informationen über Lehrgänge, die Prüfungsanforderungen und das Bewerbungsverfahren.

Meine Erfahrung

Bereits nach der Ausbildung zum Fotografen stand für mich fest, dass ich dieses noch recht neue Angebot des Photo und Medienforums wahrnehmen wollte.
Nach einem Jahr als Geselle war es dann auch soweit und ich freue mich so viele verschiedene Bereiche der Fotografie noch einmal auf einem ganz anderen Level kennengelernt und viele Menschen mit der gleichen Begeisterung getroffen zu haben.

Den Kurs habe ich in Vollzeit absolviert, was ich auch sehr gut fand und so empfehle würde. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit weiter in seinem Betrieb zu arbeiten und den Meistervorbereitungskurs in Teilzeit zu absolvieren.

Es war eine sehr intensive, lehrreiche, spannende und lustige Zeit. Ich erinnere mich immer wieder sehr gerne. Es gab viele neue Impulse und Eindrücke, die die Grundlage für viele Entscheidungen war, die ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit getroffen habe und die sich als hilfreich und erfolgreich erwiesen haben.

Neue Themen in dem sich ständig wandelnden Bereich der Fotografie.

Es werden Grundlagen aber auch sehr viele tiefgründige Vorträge in verschiedene Themenbereiche gegeben. Diese werden praxisbezogen von Experten referiert.

Sei es Vorträge über rechtliche Aspekte, dem Aufbau des richtigen Portfolios, die Vergütung u.a. auch die Berechnung von Nutzungsrechten, verschiedenster technische Neuerungen der Branche, künstlerischer und gestalterischer Aufbau des Bildes, Möglichkeiten des CGIs bis hin zu Möglichkeiten des richtigen Marketings für Fotografen.

Und ich freue mich umso mehr, dass nun auch ich öfters einmal dazu beitragen kann und den zukünftigen Fotografenmeistern auch von meiner Erfahrung und Wissen teilen kann.

Zudem besucht man viele Fotografen, die in bestimmten fotografischen Spezialisierungen erfolgreich sind und von ihren Erfahrungen berichten und einem Rede und Antwort stehen.

Man erhält einen guten Eindruck in verschiedene Themengebiete und kann dann selbstständig noch tiefer einsteigen und sich hierzu weiterbilden. Es ist unglaublich wertvoll während des Lehrgangs und danach auf ein großes Netzwerk für den eigenen Erfahrungsaustausch zurückgreifen zu können.

Der Fotografenmeister als Grund für einen besser bezahlten Job?

Bevor ich mich als Werbe- und Industriefotograf selbstständig gemacht habe, da habe ich mich mit dem Meistertitel auch für eine Anstellung beworben.

Einige mögliche Arbeitgeber haben mich aufgrund meines Portfolios eingeladen, einige Stellen haben eine hohe Qualifikation erfordert und bei einigen Gesprächen haben die Verantwortlichen verhalten reagiert, als sie jemanden mit einem gleichen oder höheren Abschluss einstellen sollten und natürlich eine höhere Vergütung zahlen sollten.

Man sollte den Meister nicht absolvieren, NUR wegen des Geldes. Aber das sollte man allgemein bei der Berufswahl Fotograf nicht tun ;-)

Allerdings besteht natürlich die Chance gleich eine Position mit Verantwortung zu besetzen.

Für meine Entscheidung eine Person einzustellen war sehr wichtig, dass diese Person die Erfahrung, die Qualifikation und auch das Können mitbringt und ich eben nicht nur einfache Aufgaben übergeben kann, sondern eine qualifizierte, begabte und engagierte Mitarbeiterin einstelle. Hier war ihr Meistertitel auf jeden Fall auch ein ausschlaggebendes Kriterium.

Also, warum solltest auch du dich für den Meisterkurs entscheiden?

Vorteile

Hier wurden ja genug schon genannt. Letztendlich geht es um die Weiterbildung und eine weitere Qualifizierung in deinem Themengebiet. Der Fotografie. Und das (zumindest war dies meine Erfahrung beim Photo und Medienforum Kiel) von Experten, die mit Begeisterung dir viel Wissen vermitteln wollen. Nach der Ausbildung als Fotograf kann man dort den nächsten wichtigen Schritt gehen.

Nachteile

Gibt es ja im Grunde bei der eigenen Weiterbildung nicht, außer dass man natürlich zunächst investieren muss.
Über die Kosten muss man ja auch reden und diese sind vor allem bei einem nicht gerade hohen Verdienst während der Ausbildung beträchtlich.

Allerdings gibt es sehr viele Möglichkeiten sich fördern zu lassen und unzählige Möglichkeiten nicht ganz auf allen Kosten sitzen zu bleiben.
Ich habe zwar einen Teil durch die Begabtenförderung/ Weiterbildungsstipendium erstattet bekommen. Allerdings habe ich auch (durch Umstände) einen großen Teil selbst zahlen müssen. Letztendlich würde ich es aber trotzdem immer wieder so tun.

Hierzu lasst euch gerne und unbedingt beraten!

Selbst wenn es etwas mehr Geld kostet, diese Weiterbildung ist das Geld wert und im späteren Arbeitsleben spielt sich die Investition locker wieder ein.

Wann sollte man nach der Ausbildung als Fotograf den Meisterkurs beginnen?

Meiner Meinung sollte man definitiv 1-2 Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung als Fotograf sammeln bevor man den Meistervorbereitungskurs absolviert.
Dann hat man noch mehr Berufserfahrung gesammelt, hat eventuell noch einen weiteren Betrieb kennengelernt und kann dann sein Können festigen und weiterentwickeln.

Doch es sollte klar sein: Allein den Meister zu absolvieren ist kein Erfolgsgarant!

Es ist die Einstellung in sich zu investieren und auf Weiterbildung zu setzen! Nur so kann man darauf vertrauen auf aktuellen Stand zu sein und konkurrenzfähig zu bleiben und sich am Markt durchzusetzen. Letztendlich ist man selber dafür verantwortlich, was man aus dieser spannungsreichen Zeit macht.

Wenn du dich gerade fragst, was du nach deiner Fotografenausbildung machen sollst, dann kann ich dir den Kurs nur empfehlen.

Mehr zum Thema

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, der sollte auf jeden Fall auf der Lehrgangsseite vorbei schauen. Hier sind neben mir auch noch weitere Absolventen gelistet, die ihr Portfolio zeigen und von ihren Erfahrungen berichten.

Zu meiner Zeit und meine Erfahrungen habe ich auch früher geschrieben. Also, wer Lust hat weiter zu lesen, kann dies gerne hier tun:

Rückblick
Ergebnisse der Meisterprüfung
Meisterfeier in Lübeck

Zu mir:
 Ich habe den Meistervorbereitungskurs in Kiel 2012 absolviert und meinen Meistertitel 2013 erhalten. Seit 2014 bin ich im Bereich Industrie- und Werbefotografie tätig. Weitere Informationen über mich und mein Team erhält du auf meiner Internetseite.

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