2. Mai 2012 Timo Lutz

Auch die schönste Zeit vergeht einmal… Ende des Meistervorbereitungskurses am Photo- Medienforum Kiel

Nach endlosen durchzechten Nächten und Tagen im Studio, Mac-Raum und sonstigen Gefilden des Photo- Medienforums Kiel haben wir es nun endlich geschafft und die Prüfungsphase hinter uns gelassen.

 

Glückwunsch an all die, die dieses Jahr offiziell in den Stand des Fotografenmeisters gehoben werden und viel Erfolg jenen, die die restlichen Teile der Meisterprüfung noch vor sich haben. Es waren ein paar sehr intensive, lehrreiche, spannende, lustige und verrückte Monate in Kiel. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Doch leider heißt es dann, wie so oft, wieder Abschied nehmen, wobei man sich sicherlich noch das ein oder ander Mal über den Weg laufen wird.

 

Ein kleiner Rückblick:

Am 16.01. haben sich acht unterschiedliche Menschen aus ganz Deutschland eingefunden, haben einander neugierig beäugt, voller Erwartung, was in den nächsten Monaten auf sie zu kommen würde. Doch schnell haben wir bemerkt, dass wir als Gruppe gut zusammenpassen und ne Menge Spaß zusammen haben können. Und die Begeisterung für die Fotografie haben wir alle von Anfang an geteilt.

 

Friedrun Reinhold hat uns bereits am Anfang des Lehrgangs eine sehr gute Einführung in den Kurs gegeben und mit uns über unsere Bilder, über mögliche Preisgestaltungen und über einige Marketing-Konzepte diskutiert.

Am Ende des Meisterkurses kam dann auf Wunsch sogar noch ein Praxis-Workshop hinzu.

Auch wenn das Wetter nicht unbedingt auf unserer Seite stand, hatten wir eine Menge Spaß als wir bei Eiseskälte am Strand und später im Wald den professionellen Umgang mit Reflektoren, portablen Blitzgeneratoren und Lightpanels “On Location” näher gebracht bekommen haben.

 

Mit dem (Immer-Gute-Laune-) Michael haben wir das Thema Video innerhalb von (leider nur) zwei Tagen kurz angerissen und mit einer Menge Spaß einen kleinen Kurzfilm gedreht.

 

Und obwohl das Thema nicht mehr zu den aktuellsten gehört, durften wir uns an der Lichtmalerei ausprobieren, bei dem einige lustige und zum Teil skurrile Bilder entstanden sind.

 

Allerdings haben wir nicht nur in Kiel unser Unwesen getrieben.

Es gab auch interessante und spannende Exkursionen. Zum einen ging es nach Hamburg zum Modefotografen Oliver Reetz  und zum anderen nach Lingen zu fotogen, wo uns Hans Einspanier durch sein neues Studio geführt hat und uns etwas über die Entwicklung seines Betriebes, die Unternehmensphilosophie und das Marketing erklärt hat (hier mehr lesen–>).

Uns wurde bewusst, wie wichtig eine gute Selbstvermarktung und eindeutige Positionierung am Markt ist und wie wichtig Freie Projekte für die persönliche Weiterentwicklung sind.

Man muss in unserem Beruf auf Qualität setzen, die natürlich dann auch angemessen vergütet werden muss. So kann man sich von anderen Mitbewerbern abgrenzen. Allerdings wurde auch deutlich, wie hilfreich es sein kann, sich mit anderen Fotografen zusammen zu schließen (bpp) und sich gemeinsam über neue Marketingstrategien, die aktuelle Marktsituation und Konzepte auszutauschen. Jeder braucht irgendwann Mal einen Rat und dann kann man froh sein, wenn man sich einen professionellen Rat einholen kann.

 

Gutes Licht muss nicht teuer sein. Doch viele von uns haben Profoto zu schätzen gelernt. Wenn dann bei uns irgendwann das passende Budget vorhanden sein wird, dann wird sich sicherlich die eine oder andere Lampe und das Backpack zugelegt. Uns überzeugte vor allem die kompakte Bauweise und die einfache und bequeme Handhabung der Geräte.

 

Mit Frederike durften wir das Studio komplett mit Teichfolie abdecken, mit verschiedensten Farben und Flüssigkeiten

experimentieren und hinterher wieder fast alles sauber bekommen.

 

 

 

 

Trotz gefühltem Wintereinbruch haben wir mit Henrik und Anna Matzen einen Workshop zum Thema Entfesselt Blitzen und Hochzeitsfotografie bekommen und durften bei der Umsetzung von Hochzeitsportraits zusehen und mithelfen, die mit Aufsteckblitzen, verschiedenen Farbfolien und dem kleinen Ranger von Elinchrom entstanden sind (hier mehr lesen).

Bei Matthias Demand haben wir fasziniert feststellen können welche Möglichkeiten es gibt virtuell zu fotografieren. Was mich und andere dazu inspiriert hat dieses Jahr zum ersten Mal ein solches computergeneriertes Bild als

Prüfungsstück abzugeben.

 

Wir haben uns nach der Exkursion nach Hamburg weiter mit dem Thema Modefotografie beschäftigt und mit einer proffesionellen Visagistin und Modellen einen fiktiven Modeauftrag ausgeführt.

 

Für einen Nachmittag durften wir dann auch mit zwei Leica S2 mit einem Wert von mehreren zehntausend Euro an der Förde spazieren gehen und auf Blumen, Äste und Möwen schießen. Kurze Zeit später durfte das Kieler Photo- und Medienforum ein Exemplar sein eigen nennen.

 

Das war nur ein kleiner Rückblick dessen, was uns in den letzten Monaten so beschäftigt hat.

 

[frame]Ein ganz besonderer Dank geht an Henning Arndt, der das alles organisiert, geplant und uns zu jeder Zeit unterstützt hat. Und auch morgens, abends, am Wochenende und an Feiertagen immer für uns erreichbar war!![/frame]

 

Der Kurs hat eine Menge neuer Ideen, Inspiration und Motivation gebracht. Einiges war einem vielleicht bekannt, aber es war sehr gut vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Wenn es einem währendessen manchmal recht stressig erschiehn und viele andere Dinge etwas zu kurz gekommen sind, so war es rückblickend doch eine verdammt coole Zeit.

Ab und an muss man die Vernunft auch mal besiegen.. auch wenn dies am letzten freien Sonntag  vor der Konzeptabgabe geschieht.

Es war wirklich eine schöne Zeit mit tollen Menschen!

 

Last but not least…

Danke an Karstadt Kiel, wo ich wahrscheinlich mittlerweile Hausverbot habe und nie wieder etwas umtauschen darf.. sicherlich hat man mich gerade, nachdem ich Kiel verlassen habe, auf die UNERWÜNSCHT-Liste gesetzt  ; )

 

 

And always remember,

 

keep hennigaround

 

 

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